Samstag, 11. Februar 2012

Skinny Bitches?!

Wann ist dünn zu dünn?

Die einen sind es, die einen eben nicht, doch eines ist sicher, (eigentlich) wollen es doch alle.
Doch die Frage, die mich beschäftigt, ist das Thema Dürrsein.
Models auf der ganzen Welt hungern sich in die perfekte Größe um uns dann in winzigen Kleidern von Plakatwänden hochkarätiger Designer entgegen zu strahlen.

In Hollywood sowie auf dem Laufsteg ist Size Zero längst etabliert, viel mehr an der Tagesordnung. Ganz nach dem Motto In ist wer drin ist, in den Minimal-Entwürfen.

Für einen normalen Menschen einfach unmöglich, Size Zero wird höchstens von Pre-Pubatären 12-jährigen Mädchen getragen und die finden es auch noch schrecklich (wenn die wüssten, was man in den Mid-Zwanzigern dafür tun würde...)
Doch da liegt der Unterschied. Models sind keine normalen Menschen.
So ungewöhnlich ihr Beruf ist, so ungewöhnlich eben auch die Konditionen die man dafür mitbringen muss.

Ein gutgebuchtes Model kann Millionen mit ihrem Körper verdienen und irgendwie muss diese Summe doch gerechtfertigt werden?

Die Modebranche setzt schon seit Jahren auf den Heroin-Chic a la' Kate Moss, ihreszeichen Skandal-Modeikone.
Und scheint damit auch genau den Geschmack des heutigen Zeitgeistes zu treffen, denn jedes Mal wenn ein Designer auf ein etwas fülligeres Mädchen zurückgreift, hagelt es entweder viel Lob für eine außergewöhnliche Einzelsituation oder eben enorme Kritik.
Bestes Beispiel ist Karolina Kurkova, die sich als jüngstes Covergirl der Vogue und Victoria Secret Angel einen Namen gemacht hat, und durch eine Schildrüsenerkrankung 18-Kilo zugenommen hat und (auf dem Laufsteg erschossen wurde....kleiner Scherz) auf dem Laufsteg regelrecht ausgebuht wurde.

Also sind es nicht nur Designer die dünne Models wollen, die Menschen, die Mode tragen bzw. kaufen wollen eine Illusion verkauft bekommen, ähnlich wie in der Traumfabrik, wird ein Idealbild vorgespielt und wo könnte ein Kleidungsstück besser wirken, als an einem Problemzonen-freien Mannequin.

Doch ist eine 1,80 m große und knapp 40 Kilo leichte Amazone unbedingt Problemzonen-frei?
Ich glaube nicht.


Man muss auch differenzieren können zwischen der für die Mode notwendigen Hagerkeit und krankhafter Magersucht.
Der Unterschied ist fein, aber dennoch zu sehen

Fakt ist, normale Menschen sollen Models Models sein lassen und müssen akzeptieren, dass nicht jeder Mensch ein Mannequin sein kann, dafür darf man sich darüber freuen, einen Big Mac (oder auch irgendetwas anderes) zu verputzen ohne die Befürchtung zu hegen gleich arbeitslos zu werden (außer man arbeitet bei Burger King vielleicht?)

1 Kommentar:

  1. Das hast du echt sehr schön zusammengefasst. Auch an sich gut geschrieben. Keep up the good work.

    Bin hier durch "Lindsay Lohan Skinny" (Google Image)drauf gekommen. Dachte es könnte dich interessieren.

    AntwortenLöschen