Donnerstag, 10. April 2014

H&M LOVES MUNICH - Flagship Store Opening.

Unter dem Titel H&M LOVES MUNICH feierte der neueste Flagshipstore von H&M in der Münchner Weinstrasse (gleich am Marienplatz) seine riesige Eröffnungsparty.
H&M liebt München könnte man fast schon wörtlich nehmen, denn ich glaube es gibt kein weiteres Geschäft, das so oft in München vertreten ist, wie das schwedische Modehaus.
Auf fünf(!) Stockwerken gibt es nun Paillettenkleider, Basics, Accessoires und die neue Conscious Collection für Männer, Frauen, Kinder und Modefans zu bestaunen.
Von aussen verwandelte sich das Gebäude in ein riesiges Moodboard, das sich dank Videoinstallation ständig erneuerte und die vielen Menschen, in der Schlange davor stellten ein vielverpsrechendes Bild für die anstehende Party dar.


Im inneren des Shops (und quasi im Himmel) angekommen konnte ich natürlich nicht anders, als mich in in die wundervolle neue Conscious Collection zu verlieben. Vor allem diese fabelhafte Jacke hat es mir schwer angetan.


Um mich von dieser augenblicklich nicht erschwinglichen Liebe abzulenken tat ich das, was jedes chronisch pleite und halb verhungerte Model tun würde - essen.
Das konnte man gestern nämlich zu genüge, denn jedes Stockwerk lockte mit einer anderen kalorienreichen Sünde. So gab es Obstsalat, Frozen Yoghurt, Smoothies und Erdbeeren in den unteren Stockwerken und das beste Roastbeef der Welt im oberen Bereich.
Für die musikalische Unterstützung sang Aloe Blac ein paar seiner Hits, Sophie Ellis Bextor und Heart-DJ-Nikias standen hinter … den Turntables! (sagt man das eigentlich heute noch? Ich finde das hört sich cool an haha)


Ein paar VIPs dürfen bei so einem Event natürlich nicht fehlen und ich bin mir sicher, dass ich für alle gestern Anwesenden spreche, wenn ich behaupte, dass Lena Gercke einfach das schönste war, das H&M zu bieten hatte. Samt Verlobten Sami Khedira.
Neben diesem Glamour-Paar fanden auch noch Supermodel Alek Wek, Moderatorin Nazan Eckes und 'Wanderhure' Alexandra Nelde ihren Weg ins schöne München.

Posing for the Papz with Supermodel Alek Wek

Lena Meyer-Landruth war auch da und ich glaube die Frisur ist das einzige, das wir gemeinsam haben.
Lena

Natürlich hat auch eine Prominente das Recht auf einen schlechten Tag, aber für ein junges Mädchen, das eigentlich Spaß an einem solchen Event haben sollte, schien sie leider besonders abgehoben und genervt.
Ganz im Gegenteil zu Hollywood-Star Freida Pinto, die nicht nur wunderschön aussah, sondern auch noch super sympathisch die Klamotten von H&M shoppte.

Slumdog Millionaire Star - Freida Pinto

Meine liebsten VIPs findet ihr jedoch auf diesem Foto :)
Sarah, Florian, Ich, Michi, Anja & Eileen und Lisa

Ich trug gestern übrigens einer selber gemachten Blumenkranz und ein Kleid aus der aktuellen H&M Kollektion, das ich zum Mantel umfunktionierte.

H&M Jackett + Dress / Cheap Monday Jeans / Doc Martens Boots

Dienstag, 8. April 2014

Premiere: Die Schadenfreundinnen.

Sie sind die Schadenfreundinnen: Leslie Mann, Cameron Diaz & Kate Upton

Man könnte meinen eine glamouröse Stadt, wie München beherbergt wirklich in jeder noch so kleinen Seitenstrasse ein Event der Superlative - so auch gestern Abend im Mathäser Filmpalast, wo zwischen ganz normalen Kinogängern auch die Premierenfeier zum Film 'Die Schadenfreundinnen' stattfand und Stars, wie Cameron Diaz, Kate Upton oder auch Leslie Mann ihren strahlenden Auftritt zwischen Popcorn und Kinokasse hatten.
Obwohl in der bayerischen Hauptstadt Event-technisch wirklich einiges geboten ist, stellte der gestrige Abend schon etwas besonderes für mich da, man bekommt schliesslich nicht alle Tage die Chance über den selben roten Teppich zu laufen, wie die am besten bezahlte Schauspielerin der Welt.
(nicht alle Tage, aber ich könnte mich daran gewöhnen)


Weil eine Filmpremiere etwas grosses darstellt, wollte ich auch danach aussehen und versuchte mit meinem Outfit eine Kombination aus klassischen Smoking und …. mir zu erschaffen.


Auf der Fashionweek mag die Frontrow der begehrteste Platz sein, im Kino ist es wohl eher die letzte Reihe, auf den gestrigen Abend trifft diese Regel jedochnicht zu, denn nur wer in der ersten Reihe saß konnte sich hautnah ein Bild von Cameron Diaz makellosen Beinen machen oder einen Blick auf Kate Uptons Christian Louboutins werfen. Moderiert wurde das Spektakel von Red-Moderatorin Annemarie Carpendale, die einen weissen Jumpsuit zum schwarzen Bikini kombinierte.
Auf die Frage ob die beiden erfahrenen Schauspielerinnen etwas neidisch auf Kate's jugendlichen Körper und dessen Auftritte im Bikini waren, erzählte Kate Upton, dass sie ganz im Gegenteil eine Unterstützung für sie darstellten. 'Am Strand läuft jeder im Bikini rum, an einem Filmset ist das ganze schon etwas unangenehm, ich war froh, dass sie mir dabei geholfen haben.'

Ich, Anika Scheibe, Florian Metz und Michi

'Kindchen, niemand sieht sich bei der Premiere den Film an' sagte Samantha Jones mal in einer meiner Lieblingsfolgen von Sex and City.

Dass dies das Publikum gestern Abend ganz anders sah, konnte man am lauten Lachen der Premierenbesucher hören, denn bei Die Schadenfreundinnen wird wirklich jeder Humor bedient.
Eine verheiratete Frau, die feststellen muss, dass sie von ihrem Mann in jeder Hinsicht schamlos betrogen wird und sich nach einer Auseinandersetzung mit dessen Affären verbündet um es ihm heimzuzahlen. Das Alles wirklich lustig gespielt von drei ganz unterschiedlichen Frauen, ergibt einen Film über Freundschaft, Ehrlichkeit und Vertrauen, der dennoch zum Lachen ist.
The Other Woman oder zu Deutsch Die Schadenfreundinnen läuft ab 01. Mai in den deutschen Kinos und verspricht die Sommerkomödie des Jahres zu werden.
(allein schon wegen den Outfits von Patricia Field und Kate Uptons Bikini Szenen ist der Film schon sehenswert!)


Wer nicht mehr solange warten kann, bekommt auf meiner Facebook-Seite einen kleinen Vorgeschmack und hat die Chance eines von drei exklusiven Fanpaketen zum Film zu gewinnen, die ich dort im Laufe der Woche verlosen werde. Alles weitere findet ihr dort, viel Erfolg!
All Infos on Facebook

Als wäre das Ganze nicht schon genug Aufregung für einen Abend, durfte ich mich während der Premierenfeier auch noch über eine eigene Filmrolle freuen, die ich bald spielen werde - mehr hierzu gibt es jedoch ein ander Mal. ;)

Sonntag, 6. April 2014

SCAROSSO - POP UP STORE OPENING.

Fluten von Instagram Bildern haben es bereits angekündigt: Der italienische Luxus Schuh-Hersteller SCAROSSO kommt nach München!
Wenn auch nur für kurze Zeit, kann man sich in die allesamt in Italien produzierten Modelle im BoConcept Store (Buttermelcherstrasse 2) verlieben und natürlich auch kaufen.
Blazer/Jeans Vintage. Zara Shoes. Pepe Jeans London Bag.

Obwohl ich selbst fast ausschliesslich DocMartens trage, habe ich mich für diesen Abend in meine Lieblingsslipper geworfen und wie sollte es auch anders kommen,  prompt in ein solches Paar verliebt.

Leider bleibt auch diese Liebe (wie so viele in meinem Leben) unerfüllt, denn es handelt sich hierbei scheinbar um ein reines Damenmodell.

Die meisten Scarosso Modelle sind eher klassisch, haben jedoch immer einen modernen Twist, wie diese Jodhpur Stiefeletten in braun oder schwarz.

Gegen Ende der Party kamen die Mädels von Blogger Bazar und ich noch auf die glorreiche Idee ein Red-Carpet-Scarosso-Oscar Selfie nachzustellen. 
Na, wie gefällt euch meine Interpretation von Meryl Streep? :D
Das schöne an solchen Events in München ist, dass man immer und überall auf ein bekanntes Gesicht oder, wie in diesem Fall, auf gute Freunde trifft. 

(von links) Ich, Lisa, Laura und Michi

Photo by M. Schröpfer


Interview: Schwarzer Reiter Berlin.


Schwarzer Reiter Berlin Mitte, Torstrasse 3

Als ich nach dem Ende meiner ersten Fashionweek in Berlin zusammen mit meiner Kollegin und Freundin Anika Scheibe den Shop von Schwarzer Reiter besuchte, war ich regelrecht überwältigt. 

Extravaganter Kopfschmuck, hautenge Lederhosen und glamouröse Kostüme. Ich war mir sicher in einer Couture Boutique gelandet zu sein. Als man mich darauf hinwies, dass es sich auch um einen Fetisch Shop handelte, war ich überrascht, denn den Sex in diesem 'Sex Shop' musste ich erst suchen. 

Ich durfte einen Blick ins Atelier werfen und sah dort Skizzen mit den vielsagenden Überschriften Kate & Naomi,  meterweise Pailletten und viele Schaufenster-Puppen, welche Outfits trugen, die wie für Lady Gaga gemacht zu sein schienen.

Im Anschluss gingen wir noch mit Schwarzer Reiter essen und ich durfte den Designer kennenlernen, der genau das verkörperte, wonach die Entwürfe aussahen - Unkonventionalität.
Spätestens beim dritten Maki-Röllchen und dem Tagesordnungspunkt 'Missverstanden werden' angekommen, war ich davon überzeugt, dass dieser Mann wusste, wovon ich sprach. 

Me in Schwarzer Reiter @ Berlin Fashionweek

Aus einem gemeinsamen Abend wurde eine enge Freundschaft und aus dieser Freundschaft, wiederum eine Zusammenarbeit. Nachdem ich bereits mehrmals von Edin ausgestattet wurde und mittlerweile das ein oder andere Teil von Schwarzer Reiter in meinem Kleiderschrank beherbergen darf, war es mir eine grosse Ehre als erster einen Blick auf die Sommerkollektion werfen zu dürfen und den dazugehörigen Pressetext zu verfassen.
Egal ob als Markenbotschafter, auf dem roten Teppich, dem Laufsteg oder im Privatleben hat Schwarzer Reiter einen Platz in meinem Herzen gefunden und so ist es ja wohl höchste Zeit, euch dieses Label und denn Mann dahinter vorzustellen.


10 Fragen an Edin DeSosa - Head of Design bei Schwarzer Reiter.

Für Schwarzer Reiter durfte ich meinen ersten Pressetext für ein Modelabel schreiben

Wie würdest du die Philosophie hinter Schwarzer Reiter beschreiben? Was steckt hinter dem Label?

Nun die Philosophie von Schwarzer Reiter ist, dass es um Leidenschaften geht. Jeder Mensch begehrt und weil jeder Mensch begehrt, steckt hinter jeder Begierde der Wunsch der Erfüllung. Schwarzer Reiter hat es sich zur Aufgabe gemacht dem Thema Erotik einen Stil zu verpassen welcher diesem Thema angemessen ist, Luxus, Stil und Niveau. 

Als Designer wolltest du immer in die Cotoure Richtung, was man auch bei deinen heutigen Designs immer noch erkennt. Wieso bist du letztendlich in Berlin geblieben und nicht nach Paris gegangen?

Nun Berlin ist eine Stadt in der scheinbar alles möglich ist. Ehrlich gesagt war ich vom Erfolg selber etwas überrascht, vor allem da man mir abgeraten hatte mich auf dieses Abenteuer ein zu lassen. Ich hatte aber das Bedürfnis alle Mode Konventionen zu brechen und etwas zu erschaffen, das eben anders ist als man es von der Mode gewohnt war. In der heutigen Zeit ist es schwieriger geworden extravagante Mode zu entwerfen, da es meistens um Verkaufszahlen geht und somit natürlich die kreative Freiheit darunter leidet, da man sich gewissen Vorgaben beugen muss. In Berlin habe ich nun das große Glück gehabt auf eben das Label zu treffen das mir eben genau diese kreative Freiheit geben konnte und wollte. Es war mir plötzlich möglich meinen Stil zu 100% in eine Modelinie einfließen zu lassen. Paris ist für mich nach wie vor eine der Städte die Mode lebt und vielleicht werde ich zu gegebener Zeit auch Paris unsicher machen.

Dark Night Collection

In den Medien wird Schwarzer Reiter immer als Fetisch Label beschrieben, obwohl die Mode eigentlich ja viel mehr als Fetisch ist. Wie fühlt sich so etwas für dich als Designer an?

Nun zu anfangs war ich natürlich darüber enttäuscht, dass man sich ausschließlich auf das Thema Fetisch eingeschossen hatte, und versuchte mich als Designer in eine Ecke zu zwängen, wo ich und auch Schwarzer Reiter nicht hingehören. Es hat eine Weile gedauert bis man auch über diesen Tellerrand geschaut hatte, um dahinter fest zu stellen, dass die Modelinie von Schwarzer Reiter weitaus mehr ist als "nur" Fetisch. Die Mode setzt sich mit dem Thema Erotik auseinander, allerdings geht es dabei nicht um die plumpe Anmache, sondern viel mehr um die sinnliche Verführung. Es geht darum in seinem gegenüber etwas aus zu lösen ohne wirklich etwas zu zeigen. 

Wie schwer ist es in der heutigen Zeit die Balance zu finden. zwischen dem was man selber designen möchte, dem was die Medien erwarten und dem was der Kunde letztendlich kauft? 
Wie bleibt man am Ende man selbst?

Nun die Balance zu halten ist im Grunde ganz einfach. Zuerst mal sollte man nichts für die Medien entwerfen, meistens entscheiden die eh von alleine was Sie für angemessen bzw. unangemessen finden. Ich glaube, dass Kunden und Medien spüren wenn man die Absicht hatte zB. für einen TV-Auftritt etwas zu entwerfen. Meine Modelinien sind immer ehrlich und abhängig davon was ich fühle, und in den meisten Fällen war es so, dass die Menschen die etwas für den Red Carpet brauchten auch fündig wurden und Kunden die Kollektionen liebten und kauften. Die Medien finden meistens dann gerade das wieder toll, da ich mich von nichts beeinflussen lasse und somit etwas Unvorhergesehenes auf dem Red Carpet präsentiert wird.  


Wie würdest du dein Leben HEUTE in drei Worten beschreiben? Und hast du es dir als Student so oder so ähnlich vorgestellt?

Abwechslungsreich, spannend, erfüllend. Als Student hatte ich mir mein Leben etwas anders vorgestellt. Wenn man nach dem Studium los zieht, um zu schauen wohin das Leben einen verschlägt, hat man zu aller erst mal Angst vor dem was einen erwartet. Erfüllt man die Kriterien, die an einen gestellt werden? Schaffe ich den Einstieg in die Mode? Schaffe ich es Menschen von meiner Mode zu überzeugen und zu begeistern? All diese Fragen schnüren Zweifel, die einen erst mal nicht daran glauben lassen wollen, dass es möglich ist ein abwechslungsreiches, spannendes und erfüllendes Leben als Designer leben zu können. 
Also, nein als Student hatte ich Angst vor dem was mich erwartet.

Was würdest du jungen Mode-Studenten raten?

Mein Rat ist auch wenn es wohlmöglich etwas kitschig klingt: Niemals an sich selbst zweifeln und immer sich selber treu bleiben. Es gibt immer einen Weg ans Ziel zu gelangen, auch wenn es manchmal unmöglich erscheint, sollte man nicht vergessen, warum man Modedesign studiert hat, es geht um Leidenschaft, die einen antreibt. Man wird nicht Modedesigner, man ist es.

Die neue Kollektion ist eine Art Cruise Collection zur letzten Kollektion, sieht aber dennoch anders aus. Was war deine Idee hinter Dark Night? Und was können wir für die kommende Saison erwarten?

Dark Night ist die Fortsetzung eines Themas welches ich zur Fashion Week im Sommer begonnen habe. Nachtschwärmer war die Debut Kollektion zur Berlin Fashion Week 2013, die sich mit dem Berliner Nachtleben auseinandergesetzt hat. Die Looks waren jung, romantisch, verspielt,  aus Spitze und Seide, Leder und Latex, Samt und Pailletten. Dark Night ist düsterer, erwachsener, luxuriöser, als Nachtschärmer,  weil auch das eine Seite des Berliner Nachtlebens ist. Dark Night ist der Abschluss der die letzte Facette des Nachtlebens in Berlin zeigt.

Me on the Runway during Berlin Fashionweek / Nachtschwärmer Kollektion

Spitze, Samt, Pailetten und Leder - hochklassige Materialien sind zu eurem Markenzeichen geworden…gibt es ein Edin DeSosa Teil auch für jemanden mit einem kleineren Geldbeutel?

Ja, was die Materialien angeht bin ich sehr darauf bedacht ausschließlich hochwertige Stoffe und Accessoires zu verwenden. Ich finde nichts schlimmer, als minderwertige Stoffe zu benutzen. Aber selbstverständlich gibt es auch was für den "kleinen" Geldbeutel. Es kommt jedoch immer auf die Definition an, was für einen selbst klein bedeutet. Wie gesagt ich achte immer darauf ausschließlich hochwertige Materialien zu verwenden. Bei Schwarzer Reiter bekommt jeder Kunde immer die bestmöglichste Qualität zu seinem Geldbeutel.

Nach Features in vielen hochrangigen Modemagazinen, erobert Schwarzer Reiter nun auch das Fernsehen, wie hier Rocco Stark bei Promi Shopping Queen

Erotik meets Cotoure - damit seid ihr das einzige Label, das Teil der Berlin Fashionweek ist und bewusst zu diesem Image steht - wie hart war der Weg, bis ihr diese Anerkennung bekommen habt?

Der Weg der Anerkennung ist immer hart, egal ob man nun uns als Beispiel nimmt oder jemand anderen. Sicherlich hatten wir es dann nochmal extra schwer, weil man uns versucht hat in eine Ecke zu drängen, wo wir nicht hingehören. Aber ich glaube wenn man stetig immer wieder eine gute Qualität liefert und die Menschen deine Looks anfangen zu akzeptieren und wohlmöglich wert zu schätzen, erntet man dann auch die Anerkennung, die man sich wünscht.

Was wünscht du dir für dich und euer Modelabel für die Zukunft?

Was ich mir wünsche ? Nun, ich hoffe sehr, dass wir weiterhin auf diesem Erfolgskurs bleiben und es schaffen mehr Menschen von dem was wir tun zu überzeugen und zu begeistern. Ich hoffe das wir ein fester Bestandteil der Berlin Fashion Week werden und mir weiterhin die Möglichkeit gegeben ist so frei entwerfen zu können und mir treu zu bleiben. Im Großen und Ganzen erhoffe ich mir immer nur das Beste.

January 2013 I January 2014
Sabine Schwarz, Me, Edin and Anika Scheibe @ The Dark Night Collection Viewing
Schwarzer Reiter CEO&Founder Sabine Schwarz and Designer Edin DeSosa

Wer neugierig geworden ist und diesem großartigen Label einen Besuch abstatten möchte, sollte einen Blick in den Laden werfen. Dort gibt es Couture zum Anfassen und auf der Website noch vieles mehr zu entdecken.


Bilder: Sabine Schwarz, Schwarzer Reiter, Alex Adler Event Photography,Sir Richard Picture

Mittwoch, 2. April 2014

EDITORIAL: Androgyny.

EDITORIAL: ANDROGYNY BY LAILA.PHOTOGRAPHY.

Vor ein paar Monaten wurde ich in München von Laila Schmitt für ein Editorial fotografiert.
Als ich 18 war und das Modeln ernster ins Auge fasste, war Laila eine der ersten, die auf mich setzte und mir die Chance gab mich vor der Kamera auszuprobieren, umso schöner dass wir heute, also fast drei Jahre später, wieder zusammengekommen sind und mit Hilfe von Alin Köhler als Make-up Artist eine tolle Schwarz-Weiss Serie mit dem Titel ANDROGYNY kreieren konnten.



Custom Made Schwarzer Reiter Berli Kilt

Wearing a Scarf from the new PYAAR Collection 

Ein kleiner Teil der Strecke wurde auf dem Österreichischen Magazin PICTURE ON THE FRIDGE veröffentlicht. Dort gibt es auch ein neues Interview von mir zu entdecken.
Ich hoffe euch gefällt das Ergebnis mindestens genauso gut, wie uns.
Danke an alle Beteiligten, ihr lasst meine Träume  wahr werden.

To check the Full Interview, go here: INTERVIEW/ POTF.

Montag, 24. März 2014

Confessions of a hopeless Dreamer Part 5: THE OSCARS.

Zugeben, die Verleihung des wichtigsten Filmpreises der Welt - den Oscars - liegt jetzt schon ein paar Wochen zurück, aber seit dem Moment als wir Jennifer Lawrence in ihrem Dior Kleid ein zweites Mal hinfallen sahen und der langhaarige Jared Leto seinen Preis für die Rolle des Rayons entgegen nahm, brennt es mir in den Fingern ein paar Worte mit euch zu teilen.
Fernsehen bringt mich heute sowieso regelmässig an den Rand der Verzweiflung, weil ich die Hälfte, die dort  zu sehen ist schlecht finde und die andere Hälfte gerne selber drehen würde. (ein weiterer Grund sich in alte Disney Filme zu flüchten, die sind immer gut UND man kann nicht eifersüchtig auf die Hauptdarsteller werden!)
Solange ich denken kann war der Oscar etwas Riesiges für mich, so gross, dass ich mich nicht mal trauen würde davon zu träumen und so war es auch in jener Nacht wieder eine Herausforderung für mich mir diese Preisverleihung anzusehen. Atemberaubende Mode wohin man blickt, getragen von den bedeutendsten Filmstars unserer Zeit und als wäre das schon nicht genug findet das Ganze in jener skandalumwitterten Stadt statt, die schon einst Marilyn Monroe und James Deen zum Verhängnis wurde. 
Ich bitte euch, wie kann man da nicht ins Träumen geraten?! Ich konnte jedenfalls nicht anders.
                                                               Me as Jared Leto

Ich erinnerte mich an meine Teenie Zeit, in der ich die Oscars heimlich gucken musste um am nächsten morgen total übermüdet meine Mitschüler damit zu nerven.
Mein ganzes Leben lang hab ich davon geträumt vor der Kamera stehen zu dürfen, als Model, Moderator und natürlich als Schauspieler. Ein einziges Standbein hätte nie gereicht, aber letzteres brachte mich dorthin, wo ich heute bin.
Ich war vier Jahre alt als ich das erste Mal auf der Bühne stand und einen unwichtigen Holzfäller verkörpern durfte (bereits damals hätte ich den Hauptdarsteller liebendgern von der Bühne gestossen), mit zwölf fing der Schuaspielunterricht an und mit 16 kam dann der Spagat zwischen zwei Theaterstücken gleichzeitig UND den bescheidenen Anfängen meiner Modelkarriere. Ich fühlte mich wie Miley Cyrus, (vor den Skandalen versteht sich) und ich habe es geliebt.
'Ich werde nach dem Abitur Schauspiel studieren und Filmstar werden'
Ok, in der Oberstufe angekommen wusste ich, dass dies nicht der Weg sein würde, den ich gehen werde und auch gar nicht gehen wollte, denn mittlerweile begann ich auch den Wunsch zu hegen mich als Persönlichkeit zu etablieren und dafür musste ein anderer Weg her.
Ich entschied mich hinter die Kulissen zu schauen und Praktika zu machen. Model zu werden.
Heute sieht es so aus, als würde ich in Zukunft doch noch an eine Schauspielschule gehen wollen.
Nicht etwa um Filmstar zu werden, aber um das Handwerk Schauspiel in seiner ganzen Komplexität wirklich lernen zu dürfen.
Und dann um Filmstar zu werden.
Hätte ich gewusst, dass ich fast zwei Jahre nach meinem Abitur doch diesen Weg gehen würde, hätte ich mir dann nicht unzählige Sackgassen und Wegabzweigungen sparen können?
Wahrscheinlich nicht, denn die Beweggründe und somit auch ich selbst, wären völlig andere gewesen.
Und wenn ich mir so meinen Terminkalender angucke, hab ich das Gefühl ganz zufrieden zu sein mit der Wahl, die ich getroffen habe.
Gerade als ich in Gedanken darüber grübelte wann ich zu meinem nächsten Fotoshooting müsste, hatte Moderatorin Ellen DeGeneres die geniale Idee ein Oscar Selfie zu machen und riss mich damit zurück in die Realität, die im Fernsehen noch schöner erstrahlte als jeder Traum.
So stolz ich noch in der einen Sekunde war auf das, was mir bereits gelungen war, so meilenweit entfernt schien mir das Ziel.
In dieser Nacht gingen die Lupitas und Jareds dieser Welt vielleicht mit Freudentränen ins Bett, ich jedoch heulte mich in den Schlaf.
Am nächsten Morgen, immer noch verquollen und einen Smoking tragend um meine Komplexe wenigstens gutgekleidet zu überspielen, warf ich einen Blick auf meinen alten Schauspielordner, der bis auf ein oder zwei Bilder hauptsächlich mit Texten vollgepackt war, die ich auswendig lernen musste.
Außerdem fiel mir ein Zeitungsartikel in die Hände, der mich mit 14 Jahren (und schätzungsweise auch 14 Kilo mehr) zeigte.
Me Age of 14, Berchtesgadener Anzeiger

Der Junge, der mich dort anlächelte sah völlig fremd aus, aber die Wünsche und Ziele, die er hatte, waren die selben wie heute und fühlen sich echter an als je zuvor.
Ich begriff letztendlich, dass man nicht immer alles planen kann, wenn man jedoch konstant daran arbeitet seine Träume in die Tat umzusetzen, dann wird der Weg für den man sich entscheidet immer der Richtige sein, denn er ist es, der uns glücklich macht und uns am Ende dorthin bringt, wo wir hingehören …. Oscar hin oder her!

Dienstag, 18. März 2014

WochenRICblick. #2

Seit nun fast einer Woche bin ich aus gesundheitlichen Gründen ans Bett gefesselt und gäbe es ein tägliches Update meiner #OOTDs, würden Seiden-Schlafanzüge und Wollsocken meinen Instagram Account dominieren.
Um dem Entgegenzuwirken und vielleicht auch um mich selbst daran zu erinnern, wie mein Leben ausserhalb meines Schlafzimmers aussieht (ich weiss, wenn ich krank bin neige ich dazu ein wenig melodramatisch zu werden), dachte ich mir es wäre mal wieder an der Zeit für einen kurzen WochenRICblick - natürlich müssen wir hierzu das Kalender-Blatt etwas weiter zurückblättern, denn das spannendste was ich vergangene Woche in meinem Bett erleben durfte, war es denn Heiratsantrag von Kanye West und Kim Kardashian in Spielfilmlänge zu sehen.
(eigentlich war das sogar das spannendste, was sich in letzter Zeit überhaupt in meinem Bett getan hat….traurig, aber wahr…)


Mittwoch, 5. März 2014

#GQ Germany 200th Issue.


So unregelemässig mein Leben in München auch sein mag, eine Veranstaltung bringt fast schon ein wenig Regelmässigkeit in das manchmal auch chaotische Fabulous Life of Ricci. - die First Look - Party zur neuen Ausgabe des GQ Magazins.
Einmal im Monat schmeisst das berühmte Männer-Mode Magazin eine Party in Münchens goldener Bar und sorgt mit Gast-Barkeepern aus Deutschlands Szene-Clubs und wechselnden Live-Acts für einen verheissungsvollen Start in den neuen Mode-Monat.
Seit ich die bayerische Hauptstadt meine Heimat nennen darf, bin ich immer wieder gerne Gast dieser Party und freue mich sehr auch dieses Mal dabei gewesen sein zu dürfen, denn als wäre die Zusatzausgabe GQ Style (mit Oscar-Preisträger Jared Leto auf dem Cover) schon nicht genug, wurde vergangene Woche auch die 200. Ausgabe des Monatsheftes gefeiert. Congratulation!
Zu diesem feierlichen Anlass trägt man(n) auch gerne mal einen Rock - oder wie in meinem Fall, ein eigens für mich angefertigter Kilt des Berliner Labels Schwarzer Reiter.
Um auch ein bisschen Gentlemen in mein doch eher Grunch-inspiriertes Outfit zu bringen, bildete ich mir ein unbedingt ein Smoking-Hemd, samt Fliege und Kummerbund dazu zu kombinieren.

See this Look and its Labels on Lookbook.
Jared Leto Zitat in der aktuellen GQ Style


Donnerstag, 6. März 2014

#Stylight TV Spot Release Party P1, Munich.


Sequin-Blazer: Zara/ Beat Collection I Jeans: Cheap Monday I Body: American Apparel
Photo by Stylejunction

Der nächste Tag fing leider nicht halb so gut an, wie der der Vorabend endete.
Mein Blogger Kollege Michi (thelostboy.de) und ich sollten eigentlich für ein neues VOX - Format vor die Kamera, leider wurde daraus in letzter Minute nichts und jeder weiss was das einzige Hilfsmittel ist um den Endorphin-Spiegel trotz Misserfolg auf Höhe zu halten - S&S. Schokolade und Shopping.
Die kalorienreiche Krönung fanden wir abends auch noch in Form von Pizza. (ich weiss auch nicht was in mich gefahren ist…)
Wie dem auch sei, es gleicht nahezu schon einem Wunder, dass ich überhaupt noch in meinen neuen Nutten-Body (wie ich den bis zum Anschlag ausgeschnittenen Body von American Apparel liebevoll nenne) gepasst habe und ins P1 rollen konnte, wo der neue Stylight TV Spot seine Premiere feierte.
Mit dabei waren ganz viele liebe Menschen, unter anderem diejenigen, die diese Fotos gemacht haben.

Flo, Michi und ich - Danke an Modeprinzessichen fürs Foto.


7. März 2014
#Eins Plus - Klub Konkret, ARD Mediathek.


Den Freitag hätte ich eigentlich in einem Augsburger Fotostudio verbringen sollen um (wahrscheinlich in oben genannten Nutten-Body) für einen Pariser Fotografen zu posieren, da mich mein Karma aber vor mir selbst schützen wollte, wurde das Ganze um eine Woche verschoben und ich konnte, immer noch meine Pizza im Bauch verdauend, etwas Fernsehen nachholen - mich selbst um genau zu sein.
Meine gute Freundin Lisa (honigprotokolle) und ich standen nämlich vor Kurzem zusammen für die EinsPlus Sendung KlubKonkret vor der Kamera und ich bekam mal wieder die Chance über unser aller Lieblingsthema zu sprechen - die Freuden des Anderssein und gesellschaftliche Schubladen.
Was sich vielleicht ganz witzig anhört (ist es auch, versprochen) ist in der Tat ein wirklich wichtiger Beitrag, der einfach nur eines tun soll - die Wahrheit sagen.

Lisa und ich bei Klub Konkret



8. März, 2014

Familien Treffen, Berchtesgaden.


Weniger glamourös, aber dafür genauso dick und fett in meinem Kalender angestrichen, war die Überraschungsparty zum 50. Geburtstag meiner Tante.
Hierzu ging es mal wieder in die alte Heimat (wo ich mich auch gerade zu erholen versuche) und ich dachte mir es wäre schön euch ein Foto von meiner Großmutter aus Neapel und meiner lieben Mama zu zeigen.

Mom, Grandma and Me

Nun will ich hoffen, das ich bald wieder fit bin um ein bisschen mehr Fabulous in mein Leben zu bringen, was red ich da - in unser aller Leben - bis es soweit ist, müssen wohl die Kardashians herhalten.

Montag, 3. März 2014

Der IT-Faktor oder auch Confessions of an IT-Boy.

Dass mein Leben mich manchmal in die ein oder andere skurrile Situation wirft, dürftet ihr bereits festgestellt haben, doch als ich neulich durch die Münchner Innenstadt flanierte, ist mir etwas wirklich Neues passiert.
Ich war gerade dabei Geschäfte mental leerzukaufen, in denen ich mir nicht mal ein einziges Teil leisten könnte, als ich an einer Gruppe 15 jähriger Jungs vorbei ging.
Normalerweise kann ich im Kopf die Sekunden abzählen, die es dauert bis die Gruppe zu lachen beginnt oder mir irgendeine Beleidigung hinterherruft, doch dieses Mal bekam ich etwas ganz anderes zu hören 'Heeeeey, ITboy!'
Ehe ich mich umdrehen konnte, war die Gruppe schon verschwunden.
Ohne wirklich darüber nachzudenken ging ich weiter, doch spätestens als ich bei Hermes um die Ecke bog, kam ich nicht umhin mich selbst zu fragen was ich davon halten sollte.
War das etwa ein Kompliment oder eine Beleidigung? Woher kennen die mich? Sie sahen jedenfalls nicht danach aus als würden sie sich mit so etwas, wie meinem Blog beschäftigen.
Zuhause angekommen dachte ich über den IT-Faktor nach. Als ich nach München zog und mein Leben mehr von Partys und Events dominiert wurde, als von Model-Jobs und Dreharbeiten, war ich unendlich stolz darauf in der Presse ab und an als IT-Boy erwähnt zu werden. Das Ganze gefiel mir sogar so gut, dass ich meinen Blog eine Weile lang mit dem Untertitel 'Chronicles of an IT-Boy' versah.
Doch was ist dieses IT denn eigentlich? Wofür steht es? Passt es heute noch zu mir und wenn ja, finde ich es gut?


Zwei Buchstaben, die dein Leben ändern können und dafür sorgen, dass du entweder wahrgenommen wist oder ausgelacht. Möchte ich das?
Fragen über Fragen und keine brachte mir eine Antwort, als ich schliesslich zu meinem DVD-Regal ging um die Disc mit der Aufschrift Factory Girl in meinen DVD-Player einzulegen.
Ein Film, den ich schon 1000 Mal gesehen hatte und der mit Sienna Miller (selbst eine Art IT-Girl) die Geschichte von Edie Sedgwick erzählte, die dank Andy Warhol die Erste war, die mit dem gewissen Etwas berühmt wurde und im Alter von 27 Jahren starb.
Was wusste ich über Edie? Edie war ein Mädchen aus gutem Hause, das die New Yorker Kunstszene der High Society der 60er Jahre vorzog und ihr Geld als Model verdiente, bis sie letztendlich zu viele Drogen nahm und dadurch zuerst ihr Gesicht und anschliessend ihr Leben verlor. Selbst heute feiert man sie als Stilikone und legendäres Partygirl.
Wenn Edie das erste IT-Girl der Modewelt war, was hat dieses IT noch mit den sogenannten IT-Girls der heutigen Generation zu tun?
Den Wunsch in uns zu hegen IT-Girl zu werden und daraus einen Beruf zu machen, haben wir wohl der einst meist fotografierten Frau dieser Welt zu verdanken - Paris Hilton.
Paris, die ja selbst auch aus einem wohlhabenden Familienhaus stammt und durch Partyexzesse Schlagzeilen machte, brachte sich selbst erst so richtig ins Gespräch als ein selbsgedrehtes Sexfilmchen mit dem vielsagenden Titel 'One Night in Paris' das Internet eroberte. 
Auch wenn man sich heute noch an den fragwürdigen Karriereeinstieg erinnert, hat man Paris mittlerweile wohl mehr als naive, aber nicht weniger erfolgreiche Geschäftsfrau im Kopf, die mit ihren eigenen Kollektionen Milliarden-Umsätze feiert und aktuell Platz drei der bestbezahlten DJs dieser Welt belegt. Nachdem sie nahezu jedes relevante Modemagazin Cover zierte und im Reality-TV mit ihrer besten Freundin Nicole Richie das Simple Life eroberte, war der Ausdruck IT-Girl wirklich jedem von Begriff.
Doch was ist denn nun ein IT-Girl? Liegt es am Geld der Eltern, am fehlenden Berufsbild oder am persönlichen Kleidungsstil? Ist es etwas worüber man sich freut oder peinlich?
Eine, die diesen Titel ohne das Geld ihrer Eltern, dafür mit ihrer Jugend bezahlen musste, ist Lindsay Lohan. Eine Schauspielerin, die zusammen mit Paris und Nicole die Schlagzeilen sämtlicher Klatschblätter über fast ein ganzes Jahrzehnt dominierte und dem Begriff IT-Girl zu einem neuen, fragwürdigen Image verhalf.
Mal abgesehen von den Partyvorlieben und Drogeneskapaden scheint sich dieses IT bezahlt zu machen. Diese Mädchen verdienen Millionen mit ihrem Aussehen, gelten als Mode-Ikonen und verkehren in den kreativsten Kreisen dieser Welt.
Spätestens seit Glitzerkleider gegen Gefängnis-Overalls eingetauscht wurden, wird der Ausdruck IT-Girl heute lieber neben aufstrebenden Fashionistas abgedruckt (die allesamt aus England zu kommen scheinen, wenn man der InTouch glaubt), die wie einst Edie als Model arbeiten und mehr durch ihre Persönlichkeit auf sich aufmerksam machen, als durch ihre kommerziellen Erfolge.
Erstmals werden auch Jungs mit einem IT gekrönt. In diesem Fall modisch experimentierfreudige Männer, wie Marc Ronson oder Hollywoods neuer Superstar Jared Leto.
Atribute, wie Geld, ein berühmter Familienname oder Abhängigkeiten treten in den Hintergrund und ein einzigartiges Auftreten, Persönlichkeit und ein eigener Sinn für Mode scheinen das IT heute zu definieren.
Hört sich doch gut an. Ist nach dem Jahrzehnte langen Party-Image, das das Wort IT in der Presse begleitete etwa Besserung in Sicht? Wird das IT wieder etwas, worauf man stolz sein kann?


Fragen, die sich das heute kommerziell erfolgreichste aller IT-Girls wohl selber stellt -Kim Kardashian.
Keine scheint in der Modewelt mehr zu polarisieren, als die PO-sing süchtige Kim.
Obwohl sie das Baby eines Musikgenies zur Welt gebracht hat und von Ikonen, wie Karl Lagerfeld fotografiert wird, zerreißt man sie in der Presse und stuft sie in der Modewelt als nicht relevant ein. Auf der anderen Seite hat sie mit einem geschätzten Jahreseinkommen von rund 30 Millionen Dollar wohl genügend Selbstbewusstsein auf der Bank um über solchen Kommentaren zu stehen.
Nachdem ich mir Gedanken über nahezu jedes IT-Girl der Geschichte gemacht hatte, wusste ich zwar einiges über Entzugskliniken, aber immer noch nicht was ich von meinem eigen IT halten sollte.
Heutzutage wirkt der Begriff schon so abgestumpft, das rothaarige Dschungelcamp Kandidaten ihn sich zu eigen machen können und damit auch noch erfolgreich werden.
Etwas, womit ich mich selbst alles andere als identifizieren kann, geschweige denn möchte.
Abgesehen davon, dass ich nichts von Drogen halte (ich habe noch nicht einmal Alkohol getrunken)  und auch nicht als Erbe eines Hotel-Imperiums gehandelt werde, möchte ins Rampenlicht. Daraus mache ich kein Geheimnis, aber am Ende des Tages will ich dort nicht grundlos meinen Platz einnehmen, sondern für etwas stehen. Nämlich für echtes Talent und Persönlichkeit, ein eigenes Auftreten und einer noch eigneren Meinung.
(Ich weiss natürlich, dass man eigen nicht steigern kann, aber ich dachte mir, wenn man als IT-Girl schon auf Unterwäsche verzichten kann, darf ich wohl auch auf grammatikalische Stolpersteine verzichten!)
Alles in allem kann dieses kleine, auf den ersten Blick so unbedeutende Präfix Menschen zu Stars machen und genau das wünsche ich mir.
Ich will mir mit dem Beruf, den ich liebe einen Namen machen und stehe zu meinen Träumen, wenn das zur Folge hat, dass man mich einen IT-Boy nennt, dann trage ich dieses kleine Beihängsel mit Stolz, aber auch mit dem Gedanken im Hinterkopf es nie größer werden zu lassen als die Werte, die mich ausmachen und der Job, den ich machen will.
Ob es mich am Ende ans Ziel bringt oder mir einen Umweg beschert, kann ich an diesem Punkt nicht sagen. Ob ich es wirklich gut heissen soll oder nicht, weiss ich auch nicht. Was ich jedoch weiss ist, dass die Edies dieser Welt auf vieles Wert legten, jedoch nicht auf gesellschaftliche Schubladen und davon könnten wir uns alle vielleicht noch eine Scheibe abschneiden, egab ob mit oder ohne IT.