Montag, 20. Mai 2013

Frauentausch.

Eine gute Freundin sagte mir einmal, sie beneide Jungs in modischer Hinsicht.
'Ist man ein Mädchen ist es viel schwieriger einen eigenen, stylischen Look zu entwickeln, als es für Jungs ist' klagte sie. 'Weil so viele Mädchen 'trendy' angezogen sind'.
Ich sehe das Ganze ein wenig anders. Für Frauen ist es viel einfacher wirklich mit der Mode zu gehen und unkonventionelle Looks zu stylen, da günstige Labels wie Zara, H&M oder Asos genügend Trends großer Namen adaptieren um zweifellos ein High Fashion Styling zu ermöglichen.
Zwar haben all diese Labels auch männliche Abteilungen, leider sind diese meist auf Massentauglichkeit ausgerichtet und machen es für männliche Fashionistas (und das sind weit aus mehr als erwartet) zur wahren Herausforderung anspruchsvolle Outfits zu kombinieren.
Das Ironische dabei ist jedoch, dass es auch genügend Designer gibt, die extravagante Stücke für ihre Herrenlinien entwerfen (Tom Rebl, Givenchy, Saint Laurent oder Christian Louboutin um nur wenige davon zu nennen), wer ein Stück aus einer derartigen Kollektion erwerben will - darf zahlen, denn ein Designerteil ist und bleibt Luxus und kostet dementsprechend!

Ich versuche das Ganze positiv zu sehen (was bleibt mir auch anderes übrig). Umso bedeutender ist es also für einen Mann, wenn er es schafft mit seinem Styling etwas Neues, Eigenes zu erschaffen.
Für uns Jungs heisst das in erster Linie Konventionen zu durchbrechen. Es ist für uns kaum möglich in ein Geschäft zu gehen und mit komplett Looks wieder herauszumarschieren (zumindest für mich) , also wird es Zeit unsere inneren Jäger und Sammler Triebe zu rehabilitieren und uns auf die Suche zu machen.
Wichtigste Adressen bleiben weiterhin Vintage Shops und günstige Marken, die sind ideal für Basics und Schnäppchen, doch nun gilt es die erste Hürde zu meistern - die Damenabteilung.
Als ich 16 war und anfing Röhrenjeans zu tragen, verschlug es mich fast auschließlich in Damenjeans, da es damals (mei, so lang ist's her - ganze vier Jahre!) kaum möglich war wirklich enge Jeans für Jungs zu finden.
Heutzutage gibt es jedoch auch genügend Labels, die Skinny Jeans in ihrer Herrenlinie anbieten (Cheap Monday, Hell's Bells).
Röhrenjeans hin oder her, mittlerweile haben sich meine Ansprüche an ein besonderes Styling ein wenig erhöht. 
Obwohl ich doch das ein oder andere Designerteil in meinem Schrank beherberge, sind die extravagantesten Teile aus Second Hand Shops, Flohmärkten oder aus der Garderobe meiner Mutter.
Wir leben in einer Zeit, in der es völlig Ok ist, wenn Mädchen den Boyfriend Look interpretieren, andersrum traut sich das aber fast niemand - ich spreche natürlich nicht davon, dass Jungs jetzt Miniröcke und High heels tragen sollen, aber die weiten Schnitte aktueller Damenmode verleiten schon zu der ein oder anderen Outfit-Inspiration.


Wie bei jeder modischen Herausforderung, ist es auch hier nur eine Frage der Einstellung!
Ist man(n) der Typ für avantgardistische Looks kann das Ganze fabelhaft aussehen - fühlt man sich unwohl, wirkt es schnell lächerlich.
Wichtig sind hier Details. Es darf aus der Damenabteilung kommen - sollte aber nicht unbedingt danach aussehen.
Hat ein Blazer Abnäher am Brustbereich, sollte man(n) die Finger davon lassen! Wichtig ist auch die Breite der Schultern und die Taillierung.
Weniger schlimm sind zu kurze Ärmel, die können ein bisschen gerafft, leicht kaschiert werden. (außerdem geht es euch vielleicht ähnlich wie mir, dem jeder Ärmel zu kurz ist, ganz egal aus welcher Abteilung das Teil stammt)
Ansspruchsvoller wird das Ganze schon, wenn es um die richtige Kombination geht.
Man sollte dabei immer nur auf ein feminines Teil setzten. Modevorbilder sind hier Kanye West und Bill Kaulitz, die eine feine Damenbluse zur derben Lederjacke tragen - Mega-Trend  und für unterschiedlichste Typen tragbar! 
Trägt man eine verspielte Hose, sollte diese mit etwas Maskulinem, wie einem übergroßen Herrensakko oder einem Parka ausgeglichen werden. 
Kommen wir nun zu der Königsdisziplin - Accessoires
Jemand sagte mal die Uhr sei der einzig wahre Schmuck des Mannes, das mag vor 100 Jahren vielleicht der Fall gewesen sein - heute trägt der moderne Mann Ringe, Ketten und lässt es funkeln, wo es nur geht!
Ich persönlich greife auch hier auf meine Lieblingsmethode zurück - dem Stilbruch.
Eine klassiche Blazer-Hemd Kombination und dazu eine opulente Statement-Kette. Hier gilt, desto schlichter der Anzug umso auffälliger darf die Kette sein, also her mit Lederfransen, Strasssteinen und goldenen Collieres!
Und wer dachte, dass die bisher der Damenwelt vorbehaltene Clutch für Herren untragbar sei, wird auch eines besseren belehrt. 
Dolce&Gabbana präsentierten in ihrer letzten Accessoirekollektion erstmals die Abendclutch für den Mann - für stolze 600 Euro!
Wer das nötige Kleingeld gerade nicht parat hat, trotzdem nicht auf den Komfort einer Abendtasche verzichten möchte, sollte auch hier zu Damenmodellen greifen.
Egal ob schlicht aus schwarzem Leder oder extravagant mit Nieten besetzt - erlaubt ist was Spaß macht, allerdings kommt der mann hier in einen kleinen Haltungskonflikt:


 HOW TO WEAR A CLUTCH AS A BOY: Oben!
HOW TO WEAR A CLUTCH AS A GIRL: Unten! 

Betrachtet man die modernen Modeikonen der männlichen Fasionwelt, wird klar, dass obwohl sie so unterschiedlich sind, eines gemeinsam haben: MUT!
Egal ob es ein pastellfarbener Smoking von Lapo Elkann, ein bestickter Kimono von Bill Kaulitz oder der Dandy-Look von Ed Westwick ist, ein Mann mit Stil braucht heutzutage immer noch ein großes Selbstbewusstsein und  dieses wird durch die endlosen Streifzüge durch Onlinestores, Damenabteilungen und Flohmärkten nur bestärkt - was dabei heraus kommt? Ein eigener Stil, zu dem man(n) gefunden hat und zu dem man(n) dann auch steht - ganz egal Designerteil oder nicht!
Also Jungs, steht euren Mann und schlüpft in ein Kleid, wenn ihr es wollt, wie das aussehen kann, wisst ihr ja jetzt. 


Da Bilder immer noch mehr als Worte sprechen: Dass Teile aus der Damenabteilung,  alles andere als girly aussehen müssen, beweisen folgende Stücke  - alle aus aktuellen Kollektionen:

                                                                      Blazer - Zara.










































In jedem gezeigten Look steckt mindestens ein teil, das ursprünglich für die Damenwelt entworfen wurde. 




Freitag, 10. Mai 2013

10 Questions to Barbara Zhuzhelina - Flowercrowns from Dubai.

Once seen my Blog you will notice that I am obsessed with flowery hairbands like the one I wear on the cover. (made by myself)
I think it was about a year ago when I first wore such a flowercrown - it was white and yellow and actually a carnival necklace...well it was love at first sight and although I got hit (literally)  because of my flowers in the same evening I knew that's gonna be my thing.
From then I bought every crown I found and wore it to any occasion.

Since then time has gone and flowercrowns have become something like a trademark for me.
I've worn them to school, to work, at photoshoots (the one above was taken in Berlin by Oliver Rath)  and even to fashion-week to which people refer mostly when recognizing me on the street.

For me personally, flowercrowns are the new punk. In a studded world full of leather inspired Outfits it's the most opposite thing fashion-punks can do  - just step behind and go back to a natural look you haven't seen for years.
Wear them with matching hippie-outfits or just to value up a very clean look  -  flowercrowns will work in both ways!

We have met them on the runway but wearing them in everyday life still is something furious - people haven't got used to it yet. (so don't forget your daily cup of self-confidence while wearing them)
Behind the flowercrown-philosophy there's more then only the latest extra-ordinary accessory hipsters are obsessed with.
Flowercrowns are much older most of us may believe. There's a long tradition of people wearing them, a history which goes back to antiquity and somehow the landed a Comeback the last few seasons!
I am always up to find or create another crown and so I was very glad to see that there's a new Designer  only focusing on this wonderful kind of jewelry!
Barbara Zhuzhelina  is a young fashionlover from Dubai and answers us 10 Questions to her beautiful new brand - Flowercrowns by Barbara Zhuzhelina!


1. Why do you create this kind of jewelry? 


I have always been a big fan of Cult Gaia and their crowns, I never in a million years would have thought I would start making crowns as I was in the works of starting my own graphic tee line and had studied fashion not accessories - but I'm glad I started it, and it's funny to see how each crown improves as my skills get better!

2. How did it all start with the flower crowns?

It all started off with me finding a bunch of clay flowers and thinking they would look really cool as a crown, so I made one, wore it out, and suddenly everyone was asking where it was from and where they could get one!

3. Where do you get your inspiration from?

From the flowers! I started off making my own flowers, but with so much demand, I started ordering in different types of flowers from all over the globe. Different flowers give off different vibes and work better in certain ways. I love working with all the different materials (clay/metal/coral/porcelain/resin) in order to make one off pieces!

4. Do you make them alone, by yourself?

I do! Sometimes when my little sister is bored she will come over and bead some as well, but for now it is mostly me, making, tightening, shooting, editing, writing, social media-ing, and pushing them on every level possible! It is such a rush creating it all by myself and knowing that all the hard work is worth it in the end ! 

5. Are you wearing flowercrowns, too?

Of course! Any chance I get! When I am not sitting in my 'cave' working.


6. As a Designer, what kind of people do you want to wear your crowns?

I wouldn't like to limit it to one group of people - I feel that they cater to any sort of girl as they are not too big and over exaggerated, so they are a simple accessory that can be added just to give that extra little touch of fun to an outfit! The fact that there are so many to chose from as well doesn't really limit it to one kind of person.


7. How much are they on average?

Between €28 and €53.

8.Where can people buy your crowns? 

You can get them on our online store at www.zhuzhicrowns.com or if you are located in Dubai, Mayflower flower shop also stocks a selection!

9. Are you also planning do create other accessories? 

Definitely! I mean things are only just starting now, I can only imagine as the crowns take off more, things will continue to grow business wise! 

10. What be your greatest wish? 

To have my own Label one day - clothes, accessories, maybe even delve into furniture and at the same time have an art gallery with all my fine art work! That'd be the dream...one day! 
Bonus Question: Are there also boys wearing your flower crowns? 
So far you are the first! I think they should! All the androgynous boundaries have been crossed in fashion these days, and I would love to see more guys wearing flower crowns! Or even the skull crowns ! ;)
So now you know what's inside a professionell flower crown-lover's mind! 
On Barbara's Facebookpage you will get to know the huge amount of different crowns and will stay up to date when it comes to sale and other news!
I am absoluteley sure I want one of these crowns and think the great offer (not only floercrowns - some of them even show sculls or other detailed decoration) could maintain the right it-piece for each of us! 
(or at least for the ones who'd wear a flower crown) 
So flowercrown-society - get your head into one of these beautiful pieces straight from dubai! 




Dienstag, 30. April 2013

Das Comeback des Jahres.

'Menschen, die Jogginghosen tragen, haben die Kontrolle über ihr Leben verloren' sagte kein geringerer als Modezar Karl Lagerfeld einmal, dennoch feiert die graue Jogginghose 2013 ein fulminantes Comeback jenseits von Laufbändern und Sex and The City-Marathon auf der Couch und katapultiert sich damit in die Kleiderschränke gemütlichkeitsbewusster Fashionistas weltweit.
Cool, Casual und wahnsinnig bequem löst sie Chinos an arbeitsfreien Tagen ab und wirkt richtig kombiniert, sogar alles andere als 'assi'.

(ich hätte selbst nicht gedacht, dass mir kein besseres Wort dafür einfällt)

Mit farblich abgestimmtes Sweater und dazu brechenden Lederaccessoires, wie Westen oder Lederjacken kombiniert, entsteht ein sportlicher Look, der es durchaus auch in die Streetstyle-Ausgabe eines Modemagazins schaffen könnte.
Stylt man einen Marineblauen Blazer und ein einfaches T-Shirt dazu, wirkt das Ganze mehr sophisticated und könnte sogar als legeres Abreits-(oder sagen wir lieber Uni-) Outfit durchgehen.

Wenn es um das passende Schuhwerk geht, sollten hippe Sneaker gewählt werden. Schnürschuhe oder Boots würden den lockeren Look einfach nur unpassend wirken lassen und sollten daher im Schrank bleiben.

It-Girls unter euch stylen die einstige Schlabberhose jedoch auch zu Glitzerjacke und High Heels, wichtig ist dabei nur, dass die Lässigkeit der Hose auch beim Rest des Outfits wieder aufgegriffen wird.
Mein Tipp: Broken Curls!
Haare, die aussehen als wären sie ungekämmt und nicht frisiert worden, machen den Look partytauglich ohne Coolness einzubüssen!


Warum zu Jogginghosen greifen?
Nun zunächst einmal, weil sie super bequem sind, aber Jogginghosen auch abseits vom Sport zu tragen und das Ganze auch noch richtig gut aussehen zu lassen, ein Beweis dafür ist, dass man auch im Bruch mit Stylingkonventionen eine richtig gute Figur machen kann!
Eine Herausforderung, die jeden Fashionista auf die Probe stellen wird! ;) 

Auch wenn ich bereits Gefallen an meinem neuen Outfit gefunden habe, bleibt die Jogginghose meiner Meinung nach etwas für die gemütlichen Tage, richtig kombiniert kann ich sie mir nun jedoch auch als Shoppingbegleiter vorstellen - und spätestens beim Kampf um ein reduziertes Designerteil werdet ihr merken, was für Vorteile es haben kann, unbequeme Schuhe und Skinny Jeans mal zu Hause zulassen.

Die neuen Jogginghosen sollten Bünchen haben (wichtig für Raffungen) und grau sein. 
Anders als früher, sitzen Sweatpants heute enger und lassen erahnen, was für eine Figur darunter steckt.

Hose und Sneaker: Nike
Shirt: Local Celebrity
Jacke+Lederweste: H&M Fashion against Aids Collection 

Montag, 29. April 2013

Das Glück des Ryan Reynolds.

Es war ein langweiliger Samstagvormittag und nachdem ich die aktuelle Ausgabe des InStyle-Magazins rauf und runter blätterte, stieß ich auf ein Ryan Reynolds Interview.
Ich bin kein sonderlich begeisterter RR-Fan (im Gegenteil, ich ärgerte mich sogar sehr darüber, dass er es bereits zum zweiten Mal auf das Cover, der zwei Mal im Jahr erscheinenden Herrenausgabe, geschafft hatte), aber die Tatsache, dass er mit GossipGirl Blake Lively (die ich wiederum sehr interessant finde) verheiratet ist, veranlasste mich das doppelseitige Interview zu lesen.
Eigentlich bloß eines dieser gewöhnlichen Ich-bin-ein-Megastar-aber-ich-lass-es-mir-nicht-anmerken-Interviews, doch als es (wie so oft) zu der Aussage kam 'Es war nicht immer leicht für mich, nach meiner ersten Fernsehserie, musste ich ganz schön kämpfen', begann ich über dieses Glück nachzudenken.
Was sich jetzt vielleicht noch nicht ganz zusammenhängend anhört, spiegelt für mich persönlich eine unzählige Aneinanderreihung von Diskussionen über die Berufswahl und meinen großen Traum wieder, den man allen Anschein nach, nur durch eine unmögliche Aneinanderreihung von glücklichen Zufällen leben kann....zumindest, wenn es nach der Meinung der Allgemeinheit geht.
Aber dazu später.
Ryan Reynolds hatte also dieses Glück, aber warum? 
Jeder, der es in der Modewelt oder in Hollywood zu etwas gebracht hat, äußert sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere mindestens einmal darüber, dass eine ganze Menge Glück nötig war um dorthin zu kommen, wo sie heute stehen, da begann ich mich unweigerlich zu fragen, warum die und nicht der oder gar warum nicht ich?
Wo finde ich mein Glück und was ist wenn ich es einfach nicht habe?
Allein schon die Worte 'Nach meiner ersten Fernsehserie' lassen es mir vor Neid eiskalt den Rücken runter laufen, denn im echten Leben bekommt man um sich schauspielerisch auszuprobieren nicht gleich eine Rolle in einer Erfolgsserie angeboten, man arbeitet sich (entschuldigt bitte meine Ausdrucksweise) den Arsch auf, sei es um (wie ich) in Jeans der Größe 27 zu passen oder eben um das Privileg überhaupt in irgendeine Rolle schlüpfen zu dürfen - von einer Serienrolle ist das also noch meilenweit entfernt.
Da hätten wir es also, Ryan Reynolds sogenanntes Glück. Ich las weiter.
Ryan hatte Glück, dass so ein Casting überhaupt an seiner Schule ausgeschrieben worden war und dann natürlich das Glück, dass er teilnehmen durfte und anschließend auch das Glück genommen zu werden, obwohl er nicht zu den Besten seines Schauspielkurses zählte. Wie kann ein einzelner, durchschnittlicher Junge also derartiges Glück haben?
Nach weiteren zwei Zeilen klärte sich das Bild jedoch auf. 'Ich durfte eigentlich gar nicht zum Casting, aber ich ging trotzdem' - da haben wir es ja! Er riskierte etwas und half so seinem Glück auf die Sprünge! Hinter all dem sagenhaften Glück steckt am Ende also doch der Ehrgeiz und das wiederum ist eine Tatsache, die mich sehr beruhigte.
Vergleicht man die Biografien großer Namen, fällt auf, dass Vielen zu Beginn ihrer Karriere genau das Gegenteil von Glück vergönnt war. Gisele Bündchen beispielsweise, ist heute das bestverdienendste Supermodel der Welt und wurde in ihrer Heimat Brasilien zwar beim Burgeressen entdeckt (also Glück....), aber auch über 40 Mal abgelehnt und schaffte erst durch ihren eisernen Willen den Einstieg in ein Leben, gepflastert von Vogue-Covern und Victoria's Secret Schauen.
Was sich nun einfach und märchenhaft anhört, ist in Wahrheit das genaue Gegenteil. Nach so vielen Niederlagen weitermachen zu wollen, bedeutet nicht unbedingt Glück zu haben, es bedeutet seinem Glück nachzuhelfen.
Bei Kate Moss und Heidi Klum war es ähnlich. Letztere gewann zwar einen Modelwettbewerb, musste sich aber dann knallhart durchsetzten. Als sie unglücklicherweise feststellen musste, dass in ihrer Heimat Deutschland keine Jobs auf sie warteten, ging sie nach New York und wurde zu Germany's Topmodel - nicht durch Glück über Nacht, sondern durch Disziplin, Durchhaltevermögen und eben Ehrgeiz.
Gäbe es ein Rezept für Glück, würde es etwa aus zwei Esslöffeln Talent, einer Menge Fleiß und Ehrgeiz und einer Prise nicht vorhersehbarem Glück bestehen, wahlweise auch mit dem Glückersatz Vertrauen in sich selbst zu mischen.
Dass Glück wichtig ist um solche Karrieren aufzubauen, dürfte klar sein, aber was sollen wir tun? Es deshalb gar nicht erst versuchen? Glück ist etwas, dass einem zufällt oder auch nicht, uns deshalb nicht zu trauen unseren Traum leben zu wollen, bloß aus Angst, dass uns dieses Glück fehlen wird, wäre ein Zeichen dafür, dass uns das Wichtigste überhaupt fehlen würde - Selbstvertrauen.
Wenn ich nicht an mich glaube, warum sollte es dann irgendjemand anders tun? 
Ich denke jeder, der sich etwas Großes zum Lebenstraum macht, ganz egal um was es sich dabei handelt, sollte sich ein Vorbild an Ryan Reynolds (oh Gott, jetzt höre ich mich schon an, wie so ein Fanatiker) nehmen, seinem Glück auf die Sprünge helfen und ein bisschen mehr Vertrauen in seinen Traum setzten.
Ob es sich am Ende auszahlen wird, kann man vorher nicht sagen, aber glücklicherweise kann man das heutzutage ja bei keiner Entscheidung mehr - das wäre ja auch langweilig,oder?


Samstag, 27. April 2013

T-Shirt Trend aus München - MINK-IJA - Urban Fashion.

EDHARDY, SMET oder Labeling a la Tommy Hilfiger - T-Shirt Trends kommen und gehen und gerade wenn es sich um Printshirts handelt, lässt ein Ablaufdatum meist nicht lange auf sich warten.
Christian Audigiers (bereits erwähntes) EDHardy und Co. sind Bilderbuchbeispiele dafür, was passiert, wenn ein Trend durch Übersättigung zum genauen Gegenteil wird.
Gerade baut sich mit dem Junglabel MINK-IJA - Urban Fashion ein neues Label aus München auf, das Hipsterherzen höher schlagen lassen wird.
Der Vorteil dieses Mal? Die Kollektion ist vielseitig! 
Anders als bei anderen Linien, ist die MNK-Kollektion nicht auf den ersten Blick sofort zu identifizieren. Jedes Shirt unterscheidet sich in Muster und Farbgebung vom Anderen und überzeugt durch Motive, die einerseits den Nerv der Zeit treffen, richtig kombiniert, aber auch nach dem Trend einsetzbar bleiben.
Die Designerin der Shirts heisst Georgia, ist Mitte 20 und Italienerin. Photoshop und Grafikdesign sind fest in meinem Leben verankert, ich liebe es einfach mich von verschiedenen Epochen und Jahrzehnten inspirieren zu lassen und das Ganze auf moderne Art und Weise umsetzten zu können. 
Als Größte Genugtuung würde ich es empfinden, wenn jemand zu einem meiner Shirts greifen würde, mit dem ich eigentlich überhaupt nicht klarkomme ... eine Art modische Friedenspfeife also.

Labelinhaber Sasha Zenkoff, der auch privat hohe Ansprüche an Design und Qualität von Kleidung stellt, erklärt, dass MNK von den Trägern als Plattform genutzt werden soll um die eigene Persönlichkeit zu betonen. Die Motive erinnern dabei stark an Plattencover aus den 1980er und 90er Jahren.
MNK-Shirts gibt es bereits ab ca. 30€ und sollen somit für jeden Geldbeutel erschwinglich sein (vorerst jedoch nur Online zu erhalten).
Wer sich selbst von MNK überzeugen möchte, bekommt am 11. Mai 2013 im Münchner Club Nektar die Gelegenheit dazu.
Das Label lädt zur Party mit anschließender Modenschau, mit von der Partie - na drei mal dürft ihr raten - (ganz recht) ich ;) 

                                 OFFICIAL LABEL LAUNCH MUNICH.
  

Mittwoch, 24. April 2013

Von Alltag, Mustern und der anderen Sorte Kekse.


Samantha Jones aus SATC sagte einmal, dass es für sie nichts Schlimmeres gäbe als jeden Tag das Selbe zu tun und auch wenn sie es auf ihre Sexualpartner bezog, frage ich mich hat sie da nicht Recht?
Für mich persönlich erscheint es auch als Horrorvorstellung Tag für Tag den selben Aufgaben nachzugehen und so in eine Art Alltagsmonotonität zu verfallen. 
Kein Wunder, dass man(n) mit Mitte 40 schließlich genug davon hat, ausbrechen will und sich ein lächerliches Paar Schuhe oder ein Cabrio zulegen möchte, zugegeben als 20-jähriges Model bin ich von Midlife und Alltag noch weit entfernt, dennoch komme ich nicht um die Frage, wie viel Alltag steckt in jedem von uns?
Egal ob wir Studieren, acht Stunden pro Tag arbeiten oder eine Familie haben, jeder von uns kennt das Gefühl einmal etwas total Untypisches machen zu wollen, dem Alltag zu entfliehen - im allgemeinen Verständnis urlaubsreif zu sein, doch ist das Ganze Alltags-Ding nur eine Illusion, die uns von der Gesellschaft aufgezwungen wird? 
Wenn man sich umsieht, bemerkt man doch, dass obwohl wir alle ein unterschiedliches Leben führen, die meisten Menschen eine recht ähnliche Lebensweise pflegen.
Wann wird ein Tagesablauf zum Alltag und was kann man tun um aus dem Ganzen nichts Negatives werden zu lassen?
Sind wir am Ende abhängig von Mustern, die uns eigentlich vorgelegt werden und wenn ja, ist es möglich sich davon zu lösen?
Fragen über Fragen und keine bringt mich weiter.
Fakt ist doch, dass Monotonität eine Form von Stabilität bietet und das ist etwas Gutes, wann wird es also schlecht einen Alltag zu haben?
Nach reiflicher Überlegung und einer Packung meiner Lieblingskekse (auf die ich mich seit Jahren verlasse, wenn ich mal wieder am Rande einer existenziellen Krise befinde) bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass man diesen Punkt erreicht hat, wenn alles grau ist (und ich spreche hier nicht von Haaren).
Sowohl in der Garderobe, als auch in der Lebensführung - riskiert man aus Angst vor etwas Neuem gar nichts mehr (auch keine neuen Kekse), fährt man sich zwangsläufig fest und wird von seinem eigenen Verhaltensmuster regelrecht versklavt.
Solange man jung ist, mag man sich vielleicht einreden, dass man sich ja noch ändern kann, ist man jedoch in einem bestimmten Alter (von dem ich hoffentlich noch weit entfernt bin), weiss man gewiss, dass das nicht so einfach wird, vielleicht auch weil man es dann gar nicht mehr ändern möchte.
Also liegt es an uns unseren Alltag zu gestalten, wir haben es in der Hand, ob wir trotz Monotonität noch genügend Samantha Jones in uns haben um spontan die Dauer-Diät zu unterbrechen, das Paar Schuhe zu kaufen oder den anderen Weg zu wählen.

Wenn man einen Beruf ausübt, dann ist eine Routine im Arbeitsalltag unausweichlich, doch da kommen wir endlich zum springenden Punkt. Macht uns unser Job Spaß, nehmen wir es mit Vergnügen in Kauf einen Alltag zu bekommen, ähnlich ist das beim Essen, schmeckt es uns, werden wir es immer bestellen, freuen uns sogar darauf...bis wir es nicht mehr sehen und schmecken können, vielleicht sollten wir es also gar nicht soweit kommen lassen und zur Abwechslung mal etwas riskieren, einen anderen Designer anprobieren, eine neue Sorte Keks versuchen und wer weiß, vielleicht ändert so eine kleine Abwechslung am Ende sogar unser ursprüngliches Muster und macht uns zu einer neuen Sorte Mensch? 

Wenn sogar ein Supermodel (und Mutter!), wie Heidi Klum, einen Alltag zu haben scheint, und das obwohl sie einem der aufregendsten Jobs weltweit nachgeht und ihre Kinder in einer Stadt wie Los Angeles erzieht, hört sich ein Muster, einen Alltag oder Monotonität im Leben zu haben, doch gar nicht so schlecht an.
Wichtig ist nur, dass wir uns am Ende des (All-)Tages noch wohl in unseren Mustern fühlen und uns von ihnen nicht die Gelegenheit nehmen lassen mal spontan den anderen Keks zu essen.

Dienstag, 16. April 2013

Anders sein, anders sein als alle Anderen.

Anders sein, anders sein als alle Anderen -  als ich neulich den neuen Werbeslogan der aktuellen Mercedes Benz Kampagne hörte, begann ich über das Anderssein nachzudenken.
Anders - das bin ich zweifellos, sonst würde ich nicht so oft in Konfliktsituationen geraten, aber was genau ist eigentlich anders? Um das herauszufinden müsste man ja erst einmal die Definition der Norm klären, schließlich kann sich nur in Beziehung zu etwas Normalem etwas Anderes unterscheiden.
Für mich persönlich ist normal kein erstrebenswerter Zustand, da es der graue Einheitsbrei aus überdurchschnittlich Gutem und sehr Schlechtem darstellt, den Durchschnitt, die Mehrheit eben.
Dass sich zu dieser Gruppe eigentlich niemand hingezogen fühlt, obwohl es ja die Meisten nun mal sind, dürfte sich heutzutage von selbst verstehen, dennoch wird unnormal immer noch mit etwas Negativem gleichgesetzt (außer es ist so unnormal, dass es alle sein wollen, wie unnormal ist jedoch dann wirklich?) 
Ich kann es einfach nicht leiden, wenn jemand etwas von vornherein ablehnt oder gar verurteilt, in manchen fällen sogar Angst davor hat, nur weil es ihm nicht als normal (und in dem Fall ungefährlich) vorkommt. Wir leben in einer Zeit in der es en vogue zu sein scheint alles andere zu sein als das, was alle sind, wird es dann nicht zur neuen Norm anders zu sein?
Normen bieten Sicherheit und Schutz, vielleicht auch Stabilität, denn man wird nicht dazu gezwungen seine eigene Komfortzone zu verlassen, doch sobald man ein Sättigungsgefühl an Schutz erreicht hat, scheint man ausbrechen zu wollen - eben anders sein, sich von der Masse abheben wollen, etwas wagen. Viele drücken das dann aus, indem sie sich (für sie ganz untypisch) eine farbige Hose kaufen oder blonde Strähnchen setzten lassen - sich gar eine Tättowierung zu legen, einfach etwas tun, was in ihren Augen nicht  als normal erscheint.
Doch wie gewagt ist es denn sich zu einer Gruppe zu bekennen, die vielleicht mal als unnormal galt, mittlerweile jedoch genügend Vertreter aufweist um eine eigene Norm aufzuweisen (stark tätowierte Menschen beispielsweise)?
In einer Zeit, in der alles schon eimal dagewesen zu sein scheint, ist es dann nicht völlig normal sich davon abheben zu wollen? 
Mittlerweile ist es doch so weit verbreitet anders sein zu wollen, dass man sich einfach nur eine neue Norm sucht, die sich vielleicht von der bisherigen abhebt, aber dennoch ein Gefühl von Sicherheit vermittelt, dabei vergessen wir oft worum es wirklich geht -  man selbst zu sein. Normen verändern sich laufend und es wird immer jemanden geben, der mehr anders ist als man selbst, doch versucht man einfach nur das zu tun, was man wirklich ist bzw. was man wirklich möchte, ist es ganz egal was der sogenannte Mainstream macht, denn auf diese Weise verschafft man sich seine ganz eigene Norm und die ist dann so einzigartig, wie man selbst.
Also sollten wir aufhören zwanghaft zu versuchen uns unangepasst und individuell zu geben, denn das ist gar nicht nötig, das würde unser Ich-selbst-sein schon für uns erledigen und wenn es gerade in Mode ist, was wir wollen, dann ist es das eben, schließlich ist nichts schnelllebiger als das - Mode - und die ändert sich bekanntlich von Saison zu Saison, das Einzige, das uns dann noch bleibt ist unser Stil und hat man den erst einmal gefunden, braucht man sich über das Anderssein keine Gedanken mehr zu machen.

P.S.:
Wenn sechs gleiche Menschen genau das tun, worauf ich am Ende dieses Textes hinaus will und das Ganze in Kunst ausdrücken - sieht das so aus:
https://www.facebook.com/events/557544990932938/